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Dein Freund und Helfer
Soeben ruft mich ein junger Mandant an, den ich in zahlreichen Fällen vertreten durfte. Wie er mir nun erzählte, steht er im Verdacht, mal wieder einen Straßenraub und ein paar Kleinigkeiten begangen zu haben. Der Sachbearbeiter der Polizei ruft ihn nun ständig an, er möge doch zur polizeilichen Vernehmung kommen. Als mein Mandant ihm sagte, er werde nicht kommen, sondern sich stattdessen mit mir in Verbindung setzen, soll der Polizist geäußert haben, mein Mandant sei vom Opfer auf einem Lichtbild eindeutig wiedererkannt worden, er aber wolle ihm behilflich sein , und der Anwalt (also ich) werde sich nur die Hände reiben.
Wundern würde es mich nicht, wenn die Worte vom Polizisten tatsächlich so gewählt worden sein sollten. Warum ist es so schwer zu begreifen, dass ein Beschuldigter zunächst über den Anwalt seines Vertrauen Einblick in die Ermittlungsakte nehmen will, anstatt "Hilfe" bei der Polizei zu suchen?
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