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Kettensägerprozess in Magdeburg
Einen interessanten Einblick in die Arbeit eines Psychiaters anlässlich eines Mordprozesses gibt die Volksstimme. Eine 21-jährige Frau ist zu Tode gekommen und wurde mit Hilfe einer Kettensäge zerstückelt. Der ehemalige Freund, der vo dem Landgericht angeklagt ist, soll laut Anklage auch derjenige gewesen sein, der für den Tod der jungen Frau verantwortlich ist.
Das psychiatrische Gutachten geht davon aus, dass dem Angeklagten, der angegeben hat, die Frau zwar zerstückelt, aber nicht getötet zu haben, in diesem Punkt nicht geglaubt werden kann. Das Gutachten stützt sich unter anderem auf den Umstand, dass in den 360 Fällen, in den Leichen in den letzten Jahren zerstückelt wurden, immer der Tötende und der Zerstückelnde ein und dieselbe Person gewesen seien.
Es könne ausgeschlossen werden, dass jemand, wie vorliegend, weil er Angst hat für den Täter gehalten zu werden, der toten Freundin den Kopf abtrennt.
Das Verfahren zeigt aber auch, dass man sich als Angeklagte genau überlegen sollte, ob man sich vom Gutachter befragen lässt. Der Schuss kann nach hinten losgehen.
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