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Vielleicht war es wie beim rosa Fahrrad?
Mein Mandant war von einer Zivilstreife der Polizei angehalten worden, als er auf einem Fahrrad und einem Rucksack, in dem sich ein Bolzenschneider befand, nachts durch die Stadt radelte.
Seine Personalien wurden kontrolliert, und weil dem Polizisten die Sache merkwürdig vorkam, wurde mein Mandant gefragt, wo er denn das Rad herhabe.
Dies habe er an einem Platz mitgenommen, war seine Antwort.
In der gestrigen Hauptverhandlung schwieg mein Mandant, der Polizist kam als Zeuge. Er bestätigte das, was er bereits in seinem Vermerk niedergeschrieben hatte.
Schön war, dass Gericht, StA und Verteidigung gemeinsam herausarbeiten konnten, dass der Polizist jedenfalls nicht rechtzeitig belehrt hatte, nämlich dass mein Mandant nichts sagen muss.
Ein Geschädigter war nicht ermittelt worden, ein Strafantrag befand sich nicht in der Akte, das Fahrrad ist vermutlich im Fundbüro.
Nachdem ich der Verwertung der Aussage des Polizisten widersprochen hatte, wurde das Verfahren nach einem kurzen Rechtsgespräch, und nachdem ich die Geschichte von dem rosa Fahrrad meines Kollegen erzählt hatte, auf Kosten der Staatskasse, die auch meine Kosten zu tragen hat, eingestellt.
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