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Vergewaltiger ist ein Familienvater
Daniel R. gestand Überfälle auf zwei Opfer (24/28) / Er ist Vater einer 18 Monate alten Tochter / Seine Frau war ahnungslos
Erst leugnete Daniel R., dann brach es aus dem 25-Jährigen heraus: "Ja. Ja. Ich war es." Der zweifache Vergewaltiger von Allermöhe ist gefasst. Der Familienvater kam in Haft. Jetzt prüft die Kripo, ob er für weitere Überfälle auf Frauen im Raum Bergedorf verantwortlich ist.
Kurz vor der zweiten Vergewaltigung am 16. Juli hatte der Täter an der Aral-Tankstelle Nettelnburger Straße ein Bier gekauft. Die Überwachungskamera lief, die Polizei veröffentlichte das Bild. Genau vor dieser Tankstelle tauchte Daniel R. in der Nacht zum Freitag auf. Der Tankwart rief sofort die Polizei. Zivilfahnder fassten den Mann um 0.40 Uhr am nahen Edith-Stein-Platz (Bergedorf). Er stand an einem Busch, wollte gerade pinkeln.
Der 25-Jährige lebt in Allermöhe mit einer Frau zusammen, hat mit ihr eine 18 Monate alte Tochter. Als der Täter festgenommen wurde, wollte er sie gerade am Bahnhof abholen. In seiner Wohnung stellten Ermittler eine Gaspistole, einen Rucksack und ein auffälliges Kopftuch sicher, dass der Vergewaltiger bei seinen Verbrechen getragen hatte.
Zunächst leugnete Daniel R. hartnäckig, dann aber räumte er die Vergewaltigungen einer 28-Jährigen am 14. Juni und einer 24-Jährigen am 16. Juli ganz in der Nähe seiner Wohnung in Allermöhe ein.
Der Lagerist mit Gabelstaplerschein hatte beide Opfer auf seinem Heimweg von der Nachtschicht getroffen. Mit äußerster Brutalität schlug, fesselte und missbrauchte er die beiden Frauen stundenlang in der Nähe der S-Bahnstrecke Allermöhe-Billwerder-Moorfleet.
Dabei ging er extrem kaltblütig vor, versuchte, seine Spuren zu verwischen - allerdings ohne Erfolg. Die Kripo konnte in beiden Fällen DNA-Spuren sichern. Polizeisprecher Andreas Schöpflin: "Wir werden die Ermittlungen fortsetzen und prüfen, ob der Mann noch weitere Frauen überfallen hat."
(MOPO vom 22.07.2006 / SEITE 8-9)
Das dürfte nicht selten sein, dass die eigene Frau ahnungslos ist, wenn man zum Vergewaltigen loszieht. Dies Beispiel zeigt aber auch wieder einmal, dass es der ganz "normale" Typ von nebenan (Arbeitsloser, Schlosser, Bäcker, Staatsanwalt) ist, der Sexualstraftaten begeht und nicht derjenige, den man schon von weitem erkennt, weil er aussieht wie Quasimodo.
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