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Donnerstag, 27. Juli 2006

Festnahme eines Serienbrandstifters

Von johannesolaf, 17:05

Soeben kriege ich fünf Aktenordner der Staatsanwaltschaft auf den Tisch. Meinem Mandanten wird schwere Brandstiftung vorgeworfen.

Dass er damit offenbar voll im Trend liegt, zeigt eine aktuelle Mitteilung der Polizei Gifhorn

 
 
Am Donnerstagvormittag wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft
            Hildesheim gegen einen 49 Jahren alten Wittinger wegen wiederholter
            Brandstiftungen Haftbefehl erlassen. Der Beschuldigte ist dringend
            tatverdächtig, in zwölf Fällen im Juli so genannte Böschungsbrände im
            Nordkreis Gifhorn gelegt zu haben. Auf die Spur des 49-Jährigen
            führten umfangreichen Ermittlungen und gezielte Fahndungsmaßnahmen.
            Der Familienvater wurde unmittelbar im Anschluss eines Brandes am
            Mittwochvormittag entlang der Kreisstraße 29 zwischen den Ortschaften
            Knesebeck und Transvaal in Tatortnähe durch Beamte des Mobilen
            Einsatzkommandos der Zentralen Kriminalinspektion Braunschweig
            festgenommen. Die Fahnder hatten den 49-Jährigen seit Tagen gezielt
            observiert. Bei der Festnahme wurde im Pkw des Tatverdächtigen
            Beweismaterial sicher gestellt. Das Fahrzeug wird zusammen mit einem
            weiteren zur Familie des 49-Jährigen gehörenden Pkw beim
            Landeskriminalamt in Hannover kriminaltechnisch untersucht. Der noch
            nicht polizeilich in Erscheinung getretene Mann hat in seiner
            Vernehmung die Taten bestritten. Wegen Wiederholungsgefahr erließ ein
            Haftrichter des Amtsgerichtes Gifhorn Haftbefehl.
            Darüber hinaus wird der 49-Jährige verdächtigt, für mehrere hundert
            Brände in den letzten Jahren im nördlichen Bereich des Landkreises
            Gifhorn verantwortlich zu sein. Die Ermittlungen in diesem
            Zusammenhang wird eine wieder eingerichtete Ermittlungsgruppe "EG
            Brand" in den nächsten Wochen führen. Insbesondere bei trockenem
            Wetter in den Sommermonaten wurden die Brände stets entlang von
            Straßen im Landkreis gelegt. Sie umfassten kleine Flächen in
            Straßengräben und Waldstücken bis hin zu ganzen Getreidefeldern von
            30.000 Quadratmetern. Die genaue Schadenshöhe lässt sich nicht
            festlegen. Vermutlich nur glücklichen Umständen und dem unermüdlichen
            schnellen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren ist es zu verdanken,
            dass bei der derzeitigen teilweise höchsten Waldbrandstufe durch die
            Brände keine Menschen verletzt wurden oder zu Tode kamen. Die
            Ermittlungen dauern an.
            Quelle:Polizeiinspektion Gifhorn
            Digitale Pressemappe:
            


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